Ab wann ernten?
Sobald die Pflänzchen handtellergroße Büschel bilden und die Stiele elastisch sind, kannst du starten – oft 4–7 Wochen nach der Saat, je nach Temperatur und Licht. Für besonders zarte Blätter eher früher schneiden und dafür öfter.
Richtig schneiden – damit es nachwächst
Schneide die Büschel einige Zentimeter über der Basis. So bleiben die Ansatzstellen intakt und der Bestand treibt häufig noch einmal aus. Nimm lieber regelmäßig kleine Mengen als selten große. Bei dichter Fläche zuerst Wege freischneiden, damit Licht ans Herz kommt. Nach Frostnächten erst ernten, wenn die Blätter wieder aufgetaut sind – sonst werden sie glasig.
Qualität prüfen
Gesucht sind saftige, grüne Blätter ohne gelbe Spitzen. Weiche, wässrige Triebe deuten auf Dauernässe hin – Pflege anpassen, siehe Pflege & Überwinterung. Zeigt sich Lochfraß oder Belag, prüfe Muster und reagiere gezielt – Hilfe gibt’s im Schädlings- & Krankheiten-Hub.
Kühllager: so bleibt es knackig
Ernte am Morgen, wasche in der Schüssel, spüle kurz klar und trockne sehr gut (Salatschleuder, Tuch). Verpacke locker in Box oder Beutel mit einem Stück Küchenpapier. Leicht geöffnet lagern bei 0–4 °C. So hält Winterportulak meist 3–5 Tage. Müde Blätter frischt ein kurzes Kaltwasserbad auf, danach gut abtropfen.
Einfrieren – geht das?
Ja, für Suppen, Quiche, Pfanne. Die Struktur wird weicher, der Geschmack bleibt. Zwei Wege:
Blanchiert (stabiler)
1) Waschen, gut trocknen, grob schneiden. 2) 30–45 Sekunden in sprudelndem Salzwasser blanchieren. 3) Sofort in Eiswasser abschrecken. 4) Sehr gut abtropfen, ausdrücken. 5) Flach vorfrieren, dann portionieren.
Roh (schnell)
1) Sehr trocken schleudern. 2) Locker auf ein Blech streuen und vorfrieren. 3) In Beutel/Box füllen. 4) Gefroren direkt in Pfanne/Topf geben – nicht auftauen.
Portionieren & Küchenpraxis
Für Salat mischst du die Blätter erst kurz vor dem Essen mit Dressing, damit sie nicht „fallen“. In warmen Gerichten die Blätter erst am Ende 1–2 Minuten unterheben. Ideen für Geschmack und Verträglichkeit findest du in Essen, Geschmack & Gesundheit.
Typische Ernteprobleme – schnell gelöst
Wässrig/glasig: nach Frost oder bei Dauernässe → nur aufgetaut ernten, Feuchte ruhiger führen (Pflege).
Viele dünne, lange Triebe: zu dunkel/warm → heller, kühler; häufiger schneiden und auslichten (Aussaat).
Schneller Verderb im Kühlschrank: zu nass verpackt → gründlich trocknen, Küchenpapier wechseln, Box leicht geöffnet lassen.
Nach der Ernte weiterplanen
Lege kleine Folgeschnitte im Wochenrhythmus fest. Für anhaltende Frische hilft eine dünne Mulchdecke und ein windgeschützter Platz. Wenn das Beet frei wird, folgen Feldsalat oder frühe Radieschen – Beispiele stehen in Mischkultur & Fruchtfolge.
Faq/Haufige Fragen
Wie oft kann ich schneiden?
Meist mehrfach. Büschel ein paar Zentimeter über der Basis schneiden; viele Pflanzen treiben erneut.
Wie lange hält Winterportulak im Kühlschrank?
Gut getrocknet und locker verpackt 3–5 Tage. Küchenpapier bindet Feuchte.
Kann ich Winterportulak einfrieren?
Ja. Blanchiert stabiler, roh schneller. Gefroren direkt in Pfanne/Topf geben.
Nach Frost schneiden – geht das?
Erst ernten, wenn die Blätter wieder aufgetaut sind. Sonst werden sie glasig und welken rasch.
Was tun bei Lochfraß oder Belag?
Muster prüfen und gezielt handeln. Diagnose & Maßnahmen im Schädlings- & Krankheiten-Hub.
