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Mizuna-Sorten & Typen: Geschmack, Farbe & Anbauwahl für Balkon und Beet

Mizuna ist nicht gleich Mizuna. Es gibt feingeschlitzte, fast fransige Typen, kompakte Rosetten für den Balkonkasten und rote Varianten mit kräftigerem Aroma. Hier findest du eine klare Auswahlhilfe: Welche Sorten passen zu deinem Platz, deiner Saison und deinem Geschmack? Grundlagen zu Platzwahl, Erde und Gefäßen stehen in Grundlagen & Standort; Saatfenster und Keimung in Aussaat & Vorziehen.

Grün, rot, fein geschlitzt – worin sich Sorten unterscheiden

Die wichtigsten Unterschiede siehst du an Blattform (fein geschlitzt bis mäßig gezähnt), Farbe (grün bis rötlich-violett), Wuchsform (locker aufrecht vs. rosettenartig) und der Reaktion auf Wärme (Schossen) sowie Kälte (Herbst-/Wintertauglichkeit). Als Faustregel gilt: Fein geschlitzte, grüne Typen sind besonders schnell und mild; rote Typen bringen mehr Würze und Farbe, stehen aber im Sommer etwas eher in Blüte. Für Herbst und kühle Frühjahre eignen sich beide gut.

Beliebte grüne Typen

„Green in Snow“: Sehr feine, geschlitzte Blätter, früher Schnitt möglich. Wächst zügig, mag kühle Phasen und ist für Herbst/Winter hervorragend. Ideal für Babyleaf und für Balkonkasten mit regelmäßigem Schnitt.

„Mizuna Green“ (diverse Selektionen): Klassischer, vielseitiger Typ mit ausgewogenem Aroma. Bildet eine lockere Rosette und liefert über Wochen Blatt für Blatt. Für Beete und große Kästen geeignet.

Kompakt-lowsize (z. B. „Mini Green“): Kürzere Blattstiele, dichter Wuchs – praktisch bei wenig Platz. Ernte öfter, damit die Rosette luftig bleibt. Für die Pflege im Rhythmus hilft Pflege, Schossen & Überwintern.

Rote & zweifarbige Typen

„Red Frills“: Feingeschlitzte Blätter mit rötlich-violetter Tönung. Würziger als grüne Typen, im Sommer etwas schossfreudiger. Perfekt für bunte Salate und als Farbakzent in Bowls.

„Red Mizuna“ / „Purple Mizuna“: Gröbere Einschnitte, stabile Farbe auch im kühlen Herbst. Schmeckt kräftiger, in der Pfanne sehr harmonisch. Achte im Hochsommer auf leichte Schattierung, siehe Pflege.

Grün-rot marmorierte Linien: Kombinieren milde Basis mit etwas Würze. Als Babyleaf dekorativ, ausgewachsen gute Allrounder.

Aromatische Sonderfälle (verwandte Linien)

„Wasabino“: Kreuzung aus Mizuna-Verwandtschaft mit leicht meerrettichähnlicher Note – kein echter Wasabi, aber würzig. Eignet sich gut für Pfanne, Ramen und als Topping. Im Sommer regelmäßig schneiden, damit die Blätter fein bleiben.

Breitblättrige Senfkohl-Typen (mizuna-nah): Weniger geschlitzt, etwas fester. Praktisch, wenn du mehr Substanz für warme Gerichte willst. Für feine Salate lieber früher schneiden.

Welche Sorte passt zu deinem Platz?

Balkon mit wenig Volumen: Kompakte grüne Typen oder „Mini“-Selektionen. Plane pro Pflanze genügend Tiefe (20–25 cm). Ernte regelmäßig außen, damit Licht ans Herz kommt. Tipps zu Gefäßgrößen und Substrat findest du in Grundlagen & Standort.

Große Kästen/Hochbeet: Feingeschlitzte Grüne für schnellen Schnitt + eine rote Linie für Farbe. Setze versetzt, damit jede Pflanze ihr Lichtfenster hat. Für durchgehende Ernte alle 2–3 Wochen nachsäen, siehe Aussaat & Vorziehen.

Herbst-/Winterernte: Kältetolerante, feine Grüne („Green in Snow“) liefern zuverlässig. Vlies schützt in Frostnächten, Details unter Pflege, Schossen & Überwintern.

Für Salat, Pfanne oder Babyleaf – die einfache Auswahl

Salat roh: Feine Grüne oder marmorierte Linien – schneiden sie sich angenehm und nehmen Dressing gut auf. Pfanne/Suppe: Rote oder breitblättrige Typen behalten Struktur beim kurzen Garen. Babyleaf: Fast alle Sorten – dichter säen, jung schneiden; die Schritte stehen in Aussaat & Vorziehen.

Sommer & Schossen – sortenabhängig denken

Bei langen Tagen und Hitze schieben manche Sorten schneller einen Blütenstängel. Grüne, feine Linien halten meist länger durch. Rote Typen bringst du mit leichter Schattierung und gleichmäßiger Feuchte ruhiger durch den Sommer. Erscheint ein Blütenstängel, schneide ihn früh heraus und ernte nutzbare Blätter zügig. Mehr Schritte findest du in Pflege, Schossen & Überwintern.

Praktische Saatstrategie

Lege dir eine kleine Mischung an: eine frühe, feingeschlitzte grüne für schnellen Start, dazu eine rote für Würze und Optik. Säe in Wellen alle 2–3 Wochen, damit du konstant erntest. Saattiefe, Abstände und Keimtemperaturen stehen kompakt in Aussaat & Vorziehen. Wie du nach dem Schnitt kühlst und ggf. einfrierst, liest du in Ernte & Lagerung.

Faq/Haufige Fragen

Welche Mizuna-Sorte ist mild?

Feingeschlitzte grüne Typen wie „Green in Snow“ gelten als besonders mild. Für Farbe ohne zu viel Würze wähle marmorierte Linien.

Welche Sorten eignen sich für den Balkonkasten?

Kompakte grüne Selektionen oder „Mini“-Typen. Achte auf 20–25 cm Tiefe und ernte regelmäßig außen, damit die Rosette luftig bleibt.

Welche Sorte passt für die Pfanne?

Rote oder etwas breitere Blätter behalten beim kurzen Garen Struktur. „Red Frills“ bringt zusätzlich Farbe.

Welche Sorten sind herbst- und wintertauglich?

Kälteliebende grüne Typen wie „Green in Snow“. Mit Vlies/Nässeschutz erntest du oft bis in den Winter.

Wie kombiniere ich Sorten für laufende Ernte?

Nimm eine schnelle grüne für Babyleaf + eine rote für Akzente. Säe in kleinen Wellen alle 2–3 Wochen nach.

Laurent

Laurent

Laurents Wurzeln liegen im Gartenbau: Schon früh half er in der Gärtnerei der Familie mit und entdeckte dort die Liebe zu Pflanzen. Heute teilt er sein Wissen und seine Erfahrungen für alle, die selbst gärtnern möchten. Mehr über uns →

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