Wann ist Kohlrabi reif?
Orientiere dich an Größe und Festigkeit: Mittelgroß ist am zartesten. Je nach Sorte sind das meist 6–10 cm Durchmesser (Mini-Sorten kleiner, späte Sorten größer). Die Oberfläche soll glatt und geschlossen sein, ohne Risse. Fühlt sich die Knolle sehr hart und trocken an, droht Holzigkeit – dann sofort ernten.
So schneidest du richtig
Ernte am Morgen, wenn die Pflanze gut mit Wasser versorgt ist. Hebe die Blätter an, setze das Messer knapp unterhalb der Knolle an und schneide den Stiel ab. Wurzelreste kannst du im Boden lassen und später herausdrehen. Blätter nicht alle entfernen: Nimm nur äußere, beschädigte oder für die Küche gedachte Blätter ab. Die zarten Herzblätter lassen sich mitessen.
Blätter mitverwenden – lohnt sich
Die Blätter sind essbar und nährstoffreich. Nimm die jungen, grünen Blätter: roh fein geschnitten in Bowls/Salat oder kurz in der Pfanne. Dicke Mittelrippen trennst du bei Bedarf ab. Ideen für die Küche findest du bei Sorten & Anbauzeit (Struktur/Verwendung) und allgemein in unseren Gemüse-Seiten zu Verwendung.
Frisch halten im Kühlschrank
Schneide die Blattstiele kurz, lasse aber ein wenig Blatt stehen. Packe die trockene Knolle in eine Box oder einen Beutel mit leicht geöffnetem Zip. Ein Stück Küchenpapier nimmt Kondenswasser auf. So hält Kohlrabi meist 1–2 Wochen. Die Blätter separat in einem Beutel mit etwas Luft und Küchenpapier lagern – sie halten 2–4 Tage.
Einfrieren: roh oder blanchiert
Beides geht. Blanchiert bleibt die Textur oft stabiler, roh ist am schnellsten.
Blanchiert (empfohlen für gleichmäßige Würfel/Stifte)
1) Schälen, in Würfel oder Stifte schneiden. 2) 2–3 Minuten in sprudelndem Salzwasser blanchieren. 3) In Eiswasser abschrecken. 4) Sehr gut abtropfen/trocknen. 5) Flach vorfrieren, dann in Beutel/Box portionieren.
Roh (für schnelle Pfannen & Suppen)
1) Schälen, schneiden. 2) Auf Blech vorfrieren. 3) In Beutel füllen. 4) Gefroren direkt in heiße Pfanne/Topf geben – nicht auftauen.
Häufige Ernte- & Lagerprobleme
Risse: oft durch Feuchtewechsel/Hitze → sofort ernten, zuerst verbrauchen; Pflege stabilisieren (Pflege).
Holzig/faserig: zu spät geerntet, Wassermangel oder Hitze → kleiner ernten, Feuchte konstant halten; faserige Teile dünn hobeln oder gegart verwenden.
Schrumpelig im Kühlschrank: zu trockene Lagerung → feuchtes Küchenpapier in die Box, Luftaustausch klein halten.
Was kommt nach der Ernte?
Fläche nutzen: Auf frei gewordene Plätze passen Salate oder Spinat als schnelle Nachkultur – Ideen in Mischkultur & Fruchtfolge. Für durchgehend gleichmäßige Knollen plane Sorten passend zur Saison, siehe Sorten & Anbauzeit. Wenn die Knolle in dieser Runde nicht kam, geh die Checkliste in Knollenbildung & Fehlerdiagnose durch.
Faq/Haufige Fragen
Woran sehe ich, ob Kohlrabi reif ist?
Glatt, geschlossen, mittelgroß (meist 6–10 cm), fest, ohne Risse. Mittelgroß ist am zartesten.
Kann ich Kohlrabi roh einfrieren?
Ja. In Würfel/Stifte schneiden, vorfrieren, dann in Beutel. Gefroren direkt in Pfanne/Topf geben.
Sind die Blätter essbar?
Ja. Junge Blätter roh fein schneiden oder kurz garen. Dicke Mittelrippen nach Wunsch abtrennen.
Wie lange hält Kohlrabi im Kühlschrank?
Knollen 1–2 Wochen in Box/Beutel mit etwas Luft; Blätter 2–4 Tage separat mit Küchenpapier.
Meine Knolle hat Risse – noch essbar?
Ja, aber zuerst verwenden. Risse entstehen durch Feuchtewechsel/Hitze. Pflege stabilisieren: siehe Pflege.
