Woran sich Typen unterscheiden
Entscheidend sind Wuchsform (kompakt rosettig vs. breiter Teppich), Blattgröße (zarter Babyleaf vs. kräftiger) und die Reaktion auf Kälte & Licht (wie stabil der Bestand in kurzen Tagen bleibt). Grundregel: kompakte Linien stehen in Kästen ruhiger, breit wachsende decken Beete schnell ab.
Für wenig Platz: kompakte Rosetten
Kompakte Typen bleiben niedriger, bilden dichte Büschel und passen gut in Balkonkasten und Schalen. Sie lassen sich mehrfach schneiden, wenn du ein paar Zentimeter über der Basis schneidest. Plane flächig, aber nicht zu dicht, und lichte früh aus – Hinweise dazu in Aussaat & Vorziehen.
Für Beete: breit deckende Linien
Breitere Typen schließen Reihen rasch und unterdrücken Beikräuter. Sie liefern zügig viel Grün für Küche und Vorrat. In windoffenen Lagen hilft ein Vlies, damit Blätter nicht austrocknen – Pflegeroutine in Pflege & Überwinterung.
Babyleaf-Fokus: schnell und zart
Für Babyleaf wählst du feinblättrige, schnellwüchsige Linien. Säe dichter, schneide jung und lege alle 2–3 Wochen kleine Nachsaaten an. So bleibt die Qualität gleichmäßig – Ernte- und Lagertipps stehen in Ernte & Lagerung.
Stabil durch Kälte & kurze Tage
Winterportulak mag die Kühle. Robuste Linien bleiben auch bei wenig Licht kompakt. Entscheidend ist dein Standort: hell, windgeschützt, Feuchte ruhig. Bei strengem Frost Töpfe an die Hauswand rücken und mit Vlies arbeiten – siehe Pflege & Überwinterung.
Auswahl nach Küche
Roh & Salat: feinblättrige, kompakte Linien – sie nehmen Dressing gut an. Pfanne & Suppe: auch kräftigere Typen, kurz am Ende unterheben. Ideen und Portionsgrößen findest du in Essen, Geschmack & Gesundheit.
Beispiele aus dem Handel (DE/EU)
Viele Shops bieten Winterportulak als Art Claytonia perfoliata bzw. „Winterpostelein/Postelein“ an, oft ohne Sortennamen. Typisch sind samenfeste, robuste Linien für Herbst–Frühjahr.
Beispiel „Winterpostelein / Claytonia perfoliata“ (samenfest): als Portionssaat für 300–750 Samen, teils in Bio-Qualität erhältlich (DE-Shops). Hinweise zu Keimfenster (unter ca. 12 °C) und Direktsaat im Herbst sind meist enthalten. Für Kaufadressen nutze etablierte Saatgut-Händler in Deutschland/EU.
Worauf du beim Kauf achtest: „samenfest“ (du kannst später eigenes Saatgut gewinnen), klare Angabe zur Keimtemperatur (kühl), Portionsgröße passend zu deinem Platz, optional Bio-Zertifizierung.
Deine kleine Sortenstrategie
Kombiniere: eine kompakte Linie für den Kasten (mehrfacher Schnitt) + eine breit deckende Linie fürs Beet (Mengen). Säe im Spätsommer/Herbst an und sichere mit Vlies. Lege im Winter/Frühjahr kleine Nachsaaten unter Schutz nach. Für Partnerpflanzen und Nachkulturen schau in Mischkultur & Fruchtfolge.
Hinweis: Bei Belägen oder Lochfraß nicht raten – vergleiche Muster und handle gezielt. Hilfe gibt’s im Schädlings- & Krankheiten-Hub.
Faq/Haufige Fragen
Gibt es benannte Sorten von Winterportulak?
Im Handel findest du meist die Art Claytonia perfoliata ohne Sortennamen. Wichtiger als ein Sortenname sind kühltaugliche Keimung, samenfestes Saatgut und verlässliche Keimhinweise.
Woran erkenne ich gutes Saatgut?
Anbieter nennt Keimtemperatur (<12 °C), Saatfenster (Herbst/Frühjahr), Portionsgröße und ob samenfest/Bio. Verpackung trocken, lichtgeschützt lagern.
Kann ich eigenes Saatgut gewinnen?
Ja. Lasse einige Pflanzen blühen und Samen ausreifen, gut trocknen, kühl lagern. Anleitung und Saatfenster: Aussaat & Vorziehen.
Was passt für kleine Kästen?
Kompakt wachsende Linien; flächig säen, früh auslichten und regelmäßig über der Basis schneiden. Pflege: Pflege & Überwinterung.
Welche Linie für Vorrat?
Breiter wachsende Typen fürs Beet liefern schnell Menge; zügig schneiden und ggf. blanchiert einfrieren. Tipps: Ernte & Lagerung.
