Warum Mischkultur Mizuna gut tut
Mizuna nutzt Wasser und Nährstoffe gleichmäßig und wächst schnell. Partner mit anderer Wurzeltiefe, leichter Beschattung oder Blüten für Nützlinge helfen ihm, ruhig zu bleiben. Das mindert Hitzestress, hält die Erde locker und macht Blattläusen & Co. das Leben schwer. Welche Routinen Mizuna im Jahreslauf braucht, liest du in Pflege, Schossen & Überwintern.
Gute Nachbarn – bewährte Kombinationen
Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch und Dill passen gut: Sie wurzeln flacher und locken Nützlinge an. Salate (Kopfsalat, Pflücksalat) sind ideale Lückenfüller zwischen jungen Mizuna-Pflanzen; bis Mizuna groß ist, hast du schon geerntet. Buschbohnen bringen lockeren Schatten und halten den Boden bedeckt, ohne Mizuna zu bedrängen. Möhren lockern als Tiefwurzler die Erde, funktionieren aber eher im Beet als im Kasten. Im Vordergrund eines Kastens passt Kapuzinerkresse: Sie lenkt Blattläuse ab und blüht für Nützlinge.
No-Gos & knappe Räume
Setze Mizuna nicht direkt neben eng verwandte Kohlarten (z. B. Chinakohl, Pak Choi) in kleinen Gefäßen – sie konkurrieren um die gleichen Nährstoffe und schießen bei Stress ähnlich. Auch stark zehrende Kohlköpfe (Brokkoli, Blumenkohl) sind im Balkonkasten zu fordernd. Rucola geht, aber nicht dicht gemischt im kleinen Topf; besser im Wechsel oder in separaten Gefäßen. Zwiebeln funktionieren in Maßen – zu dicht beschatten sie die Rosette und machen Blätter zäher.
Mischkultur im Balkonkasten
Arbeite mit Ebenen: vorne Kapuzinerkresse oder Thymian hängend, mittig Mizuna, hinten ein leichter Höhengeber wie Buschbohne am Stab oder ein lockerer Schnittlauchbüschel. Setze versetzt, damit jede Pflanze Lichtfenster hat. Plane ausreichend Volumen: Für zwei bis drei Mizuna plus Begleitkultur sind 18–24 Liter ein guter Start. Hinweise zum Substrat und zur Feuchte findest du in Grundlagen & Standort und Pflege.
Fruchtfolge: was folgt auf Mizuna?
Mizuna steht nicht lange; nach einigen Monaten kannst du die Fläche neu nutzen. Gute Nachfolger sind Hülsenfrüchte (Buschbohnen) oder Salate, die den Boden nicht auslaugen. In Kästen erneuerst du mindestens die obere Hälfte des Substrats oder mischst frischen Kompost ein. Im Beet wechselst du den Platz im 2–3-Jahres-Rhythmus, damit sich bodenbürtige Probleme nicht aufbauen. Für einen ruhigen Bestand hilft eine kleine Nachsaat alle 2–3 Wochen – Details unter Aussaat & Vorziehen.
Beispiele für kleine Flächen
Beet (60 cm Reihe): Frühjahrs-Radieschen → Mizuna Sommer/Herbst → Feldsalat/Winterpostelein. Kasten (60–80 cm): vorne Kapuzinerkresse, Mitte 2 Mizuna, hinten Schnittlauch; nach der ersten Mizuna-Runde auf Salat wechseln. Hochbeet oben: Mizuna versetzt mit Petersilie; Rand mit Dill oder Tagetes als Nützlingsmagnet.
Schädlinge & Stress entschärfen
Vielfalt hilft, aber sie ersetzt keine Pflege. Gieße gleichmäßig, beschatte leicht in Hitzewellen und halte die Luft in Bewegung. Tritt Lochfraß (Erdflöhe) oder weißer Belag (Mehltau) auf, vergleiche die Muster in der Diagnose und handle zeitnah. Eine schnelle Übersicht mit Maßnahmen findest du im Schädlings- & Krankheiten-Hub. Für zarten Geschmack und gute Verträglichkeit in der Küche lies weiter in Essen, Geschmack & Gesundheit; wie du nach dem Schnitt frisch hältst und einfrierst, steht in Ernte & Lagerung.
Faq/Haufige Fragen
Welche Pflanzen sind gute Nachbarn für Mizuna?
Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Dill), Salate als Lückenfüller, Buschbohnen für leichten Schatten und Kapuzinerkresse am Rand als Läusemagnet.
Was sollte nicht direkt daneben stehen?
Eng verwandte Kohlarten in kleinen Gefäßen und stark zehrende Kohlköpfe. Rucola nur mit Abstand oder getrennt anbauen.
Wie plane ich die Fruchtfolge?
Nach Mizuna auf Hülsenfrüchte oder Salate wechseln, im Kasten die obere Substratschicht erneuern. Im Beet alle 2–3 Jahre den Platz wechseln.
Geht Mischkultur auch im Balkonkasten?
Ja. Mit Ebenen arbeiten, versetzt pflanzen und genug Volumen einplanen (18–24 Liter für 2–3 Mizuna plus Begleitkultur).
Hilft Mischkultur gegen Schädlinge?
Sie erschwert Massenbefall und lockt Nützlinge an. Bei Symptomen Diagnose prüfen und gezielt handeln – siehe Schädlings- & Krankheiten-Hub.
